09.01.2013 | Pressemitteilungen

Dynamisches Stehen

Ja, man mag meinen die Überschrift klingt seltsam. “Dynamik” und “Stehen” schließen sich für den gesunden Menschenverstand gegenseitig aus. Und dann soll man dafür auch noch eine Fußstütze brauchen? Ergonomiefachleute und orthopädisch geschulte Ärzte nicken hingegen zustimmend mit dem Kopf, wenn die Rede auf das “dynamische Stehen mit Fußstütze” kommt. Zu Recht!


Es geht darum, dass man rücken-, wirbelsäulen- und nackentechnisch am besten (und vor allem langfristig gesund) durch den Büroarbeitstag kommt, wenn man nicht die ganze Zeit sitzt, sondern auch mal steht. Am besten wechselt man sogar alle 20 Minuten die Stellung. Optimal dafür geeignet sind so genannte Sitz/Steh-Tische oder entsprechende Stehpulte. Wichtig bei beiden: Sie müssen mit wenigen Handgriffen in der Höhe verstellbar sein. Am besten sind sie dazu mit Druckluftfedern oder einem Elektromotor ausgestattet.


Doch der Stehtisch allein ist es nicht. Für dessen optimale Wirkung auf die Rückengesundheit und das Wohlbefinden benötigt man zusätzlich eine Fußstütze. Ein kleines aber wichtiges Detail, dass von vielen Anbietern vermeintlich ergonomischer Möbel gerne vergessen wird. Der Hintergrund dazu ist folgender:


Unter dem “Dynamischen Stehen mit Fußstütze” versteht man das Stehen auf einem Bein. Dabei wechselt man wiederholt das Standbein. Mal ist es das Rechte, mal das Linke. Das jeweils unbelastete Bein fungiert als so genanntes “Spielbein”. Dieses wird auf einer Fußstütze abgestellt.


Dadurch werden auf der Standbeinseite gleichermaßen das Gleichgewicht, die Beinmuskulatur und die Rumpfmuskulatur beansprucht. Ausserdem werden das Gewicht des Oberkörpers an die Tischplatte und das des Spielbeines an die Fußstütze abgegeben. Der Rücken wird so entlastet und kann sich entspannen. Ausserdem wird durch den regelmäßigen Wechsel gleichmäßig die rechte und linke Beinmuskulatur des Standbeins belastet. Beim Spielbein kommt es hingegen zu einer Entlastung der Muskulatur, insbesondere der unteren Rumpfmuskulatur.


Gleichzeitig bilden Standbein, der Vorfuß auf der Fußstütze und ein oder beide Unterarme auf der Tischplatte insgesamt drei (bzw. vier) Unterstützungsflächen. Dabei kommt es zu einer Gleichgewichtsreaktion, die durch den Körperschwerpunkt und die Unterstützungsfläche bestimmt wird. Die Rumpf- und Beinmuskulatur auf der Standbeinseite entwickelt eine stabilisierende Aktivität.


Alles in allem führt das dazu, dass die Rumpfmuskulatur „dynamisch“ aktiviert wird. Dadurch verbessert sich die Durchblutung und eventuelle muskuläre Dysbalancen werden reguliert. So verhindert man langfristig eine Fehlbeanspruchung des Muskel-Skelett-Systems. Kurzfristig kommt man mit dem “dynamischen Stehen mit Fußstütze” entspannter durch den Arbeitstag, was letztendlich für mehr Wohlbefinden und bessere Motivation sorgt.


Wann besorgen Sie sich also einen Sitz/Steh-Tisch mit Fußstütze?

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